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Die Kirche St. Peter und Paul in Poppenreuth

Die Anfänge der Kirche St. Peter und Paul liegen vor der ersten Jahrtausendwende. Zu Beginn des 9. Jahrhunderts legte ein Adliger des karolingischen Königshofs Fürth mit Namen "Poppo" östlich der Pegnitz im dichten Reichswald eine "Rodung" an. Dieses Rodungsdorf Poppenreuth war der Anfang einer intensiven Besiedlung, die schließlich zu einem zusammenhängenden landwirtschaftlichen Gebiet wurde: Dem Knoblauchsland.
St. Peter und Paul in Poppenreuth wurde zum kirchlichen Mittelpunkt für das Gebiet nördlich und östlich des Flusslaufs von Pegnitz und Regnitz. 
 

Nach der Jahrtausendwende lebte und wirkte Sebaldus in dem später nach ihm benannten "Sebalder Reichswald" als Einsiedler und Priester. Als er um 1050 starb, begrub man ihn in der Poppenreuther Kirche. Noch vor 1070 wurden seine Gebeine in die von Poppenreuth aus gegründete Peterskapelle am Fuss der Nürnberger Kaiserburg überführt (wahrscheinlich sogar gestohlen, denn Reliquienraub war damals nicht selten). Diese Tochterkirche entwickelte sich im Laufe von Jahrhunderten über dem Grab des Heiligen zur heutigen Sebalduskirche im Zentrum Nürnbergs.

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