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Comenius Programm

Comenius im Kindergarten: Halbzeitbilanz im November 2014

Seit Oktober 2013 nimmt unser Kindergarten nun schon am Comeniusprojekt der Europäischen Union teil. Da wird es Zeit für eine Zwischenbilanz: 

An dem Thema „Ein Baum - Ein Leben“ arbeiten Kindertageseinrichtungen aus neun Ländern. Nachdem das Projekt im Oktober 2013 bei uns mit einer Feier mit Kindern, Eltern und Offiziellen gestartet war, folgten die ersten gegenseitigen Besuche. Jeweils zwei Kolleginnen reisten inzwischen nach Smolyan (Bulgarien), Saragossa (Spanien), Kecel (Ungarn) und Arco (Italien). In allen Ländern wurden wir herzlich empfangen und konnten uns über viele gelungene Darbietungen der Kinder freuen. Am ersten Adventswochenende 2013 waren wir die Gastgeber. Unsere Gäste waren sehr beeindruckt von der Stimmung auf dem Poppenreuther Adventsmarkt und von unserem Kindergarten.

Im Vorfeld eines jeden Treffens sind Aufgaben zum Projektthema zu erfüllen: Ausflüge, gestalterische Arbeiten, Feste - alles wird dokumentiert und den Partnern sowohl in Schriftform, als auch per Power Point präsentiert. Wir geben uns untereinander viele neue Anregungen und es ist interessant zu sehen, wie unterschiedlich gleiche Aufgaben erfüllt werden. Am wichtigsten aber sind die Gespräche untereinander, das Kennenlernen der einzelnen Einrichtungen und ihres Alltags. Es gibt große Unterschiede. Während wir situationsbezogen auf die Bedürfnisse jeder Kindergruppe eingehen und unsere Angebote gezielt danach ausrichten können, gibt es beispielsweise in Spanien ein verbindliches Programm für die unterschiedlichen Altersstufen. Freispielzeiten gibt es nur, wenn alle Aufgaben erfüllt wurden. Altersgemischte Kindergartengruppen findet man nur in Deutschland, Italien und Österreich. Wir lernen auch Länder mit einer Kindergartenpflicht kennen. In Ungarn ab dem dritten Lebensjahr, in Bulgarien die letzten zwei Jahre, in Polen das letzte Jahr vor der Einschulung.

Für die Zeit bis zum Juli 2015 stehen noch Reisen nach Österreich, in die Türkei, nach Griechenland und nach Polen auf dem Programm. Impressionen der Reisen zeigen wir unseren Kindern immer per Power Point und die Arbeiten der anderen Einrichtungen liegen im Kindergarten zum Anschauen aus.

Mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus Italien sind regelmäßige Videokonferenzen geplant. Wir warten nur noch auf einen W-LAN Anschluss. Per Videonachrichtendienst könnten dann auch die Kinder  miteinander kommunizieren. 

Alles in Allem fällt unsere Halbzeitbilanz positiv aus. Die Möglichkeit über den eigenen Tellerrand zu schauen, selbst den Alltag etwas zu durchbrechen oder ihn mit anderen Augen zu sehen, ist für uns alle eine große Bereicherung.


Sabine Stolberg, Kindergartenleitung