Unsere Arbeit

Konzeption

 

„Gebt dem kleinen Kind einen dürren Zweig,
es wird mit seiner Phantasie
Rosen daraus sprießen lassen”
•(Jean Paul)

 

Unser Bild vom Kind:

 

  •  Jedes Kind ist ein Geschöpf Gottes.
  • Wir akzeptieren es in seiner Persönlichkeit und begegnen ihm mit Wertschätzung. 
  • Es wird nicht erst „Mensch“, es ist bereits einer.
  • Das Kind lebt in der Gegenwart.
  • Jede Phase der kindlichen Entwicklung ist wertvoll. Wir begegnen dem Kind seiner Entwicklung entsprechend. 

Im Mittelpunkt unseres pädagogischen Planens und Handelns stehen die Bedürfnisse und Interessen des Kindes.
Wir sehen die Kinder als unsere Partner und setzen uns mit ihren Wünschen und Konflikten auseinander. Ihre Ideen und Kritikpunkte nehmen wir ernst und lassen sie in unsere tägliche pädagogische Arbeit einfließen.
Wir wollen für unsere Kinder eine liebevolle Atmosphäre der Geborgenheit und Sicherheit schaffen. Eine ganzheitliche Förderung der Kinder im emotionalen, sozialen, motorischen und kognitiven Bereich ist uns dabei ein besonderes Bedürfnis. Den Kindern wird bei uns Raum gegeben, ihre körperlichen Fähigkeiten vielfältig zu erproben. Dies schult sowohl die Bewegung, als auch die Wahrnehmung des Kindes. Letzteres gelingt unter anderem durch Erfahrungen in und mit der Natur. In Umweltbegegnungen können sie mit den Elementen Erde, Wasser und Luft experimentieren und Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt verstehen lernen und Freude an Natur gewinnen.
Grundlegend für unsere Arbeit ist die Vermittlung christlicher Werte, denn dadurch fühlen sich die Kinder angenommen und entwickeln zwanglos ein positives Gefühl zu Kirche und Religion.

 

Allgemein

 

Die Ziele unserer Arbeit leiten sich aus dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und aus unserem Bild vom Kind ab.
Wir arbeiten familienergänzend, berücksichtigen die Situation des einzelnen Kindes und begleiten es in seiner geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung.
Soziale Kontakte und die Wertschätzung des anderen werden vorgelebt, Regeln miteinander ausgehandelt und eingehalten.
Ein geregelter Tagesablauf gibt den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit.
Selbständigkeit und Eigenaktivität werden angeregt.
Die Kinder müssen und dürfen nicht ständig von anderen beschäftigt werden.
Spiel, Bewegung und kreatives Tun sind die Methoden der Kinder sich die Welt anzueignen.
Den Kindern werden in allen Entwicklungsbereichen die Möglichkeiten gegeben über immer differenziertere Wahrnehmungserfahrungen in Sinnzusammenhängen zu lernen.
Eigenes Ausprobieren stärkt das Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein.
Die im Folgenden einzeln beschriebenen Entwicklungsbereiche werden im Alltag nie isoliert betrachtet und gefördert, sondern sie sind immer miteinander vernetzt und ergänzen sich zum Ganzen.

 

Damit Sie wissen was wir tun!

Der Schwerpunkt unserer Arbeit stützt sich auf ein situationsorientiertes Konzept. Der Begriff „Situationsorientierter Ansatz“ wird verstanden als kindorientierter Ansatz, der sich auf das ganzheitliche Leben und Lernen des Kindes bezieht, der die Entwicklung von Kindern unter Nutzung aller Möglichkeiten unterstützt.

 
Situationsorientiertes Arbeiten bedeutet:

 

  • Orientierung an der Lebens- und Erlebnissituation der Kinder.
  • Lebensnahes Vermitteln von Lernprozessen.
  • Die Umgebung wird in Spiel- und Lernprozesse einbezogen.
  • Im Vordergrund steht hierbei immer das freie Spiel als Instrumentarium des Lernens.
  • Das Spiel ist die dem Kind entsprechende Tätigkeit sich die Welt anzueignen.
  • Im Spiel kann es sich in seinem eigenen Tempo in allen Lebensbereichen erproben.
  • Ästhetisch schön gestaltete Gruppenräume, eine durchdachte Auswahl von Spiel- und Beschäftigungsmaterialien und angemessene Angebote durch die Pädagoginnen unterstützen den Lernprozess. 
  • Soziale Kontakte und die Wertschätzung des anderen werden vorgelebt und erprobt, Regeln miteinander ausgehandelt und auf deren Einhaltung geachtet.
  • Ein geregelter Tagesablauf vermittelt den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit.
  •  Selbständigkeit und Eigenaktivität werden angeregt.
  • Kinder müssen und dürfen sich nicht ständig von anderen beschäftigen lassen.
  • Das Kind ist Mitschöpfer seines Wissens (es ist Hersteller, nicht Verbraucher). Mittels seiner Sinne nimmt das junge Kind Eindrücke über die Welt auf. Die Wahrnehmungen stehen in engem Zusammenhang mit aktivem Tun und Handeln.
  • Lernen ist das Gegenteil von belehrt werden. Lernen kann man nur selber!
  • Bewegung ist das Tor zum Lernen. In die frühen Lernprozesse sind alle Sinne und der ganze Körper immer einbezogen.
  • Das Kind lebt in der Gegenwart. Das „Jetzt“ ist wichtig!

 

Ziele unserer Arbeit:

 

„Nachhaltigkeit und Gesunde Ernährung erleben“

Kinder im Kindergartenalter sind in einer besonders sensiblen Phase für ihre körperliche, kognitive, soziale und emotionale Entwicklung. Was sich Kinder an grundlegenden Fertigkeiten, Werthaltungen und Überzeugungen aneignen, ist prägend dafür, wie sie sich in ihrem weiteren Leben gegenüber ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen verhalten. In dieser Entwicklungsphase, einen Zugang zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in der KiTa anzubieten, kann Kinder zu nachhaltigem Handeln befähigen und für zukünftige Herausforderungen in einer globalen Welt stärken.

  • Unsere Kita trennt Müll! Wir benutzen so wenige Verpackungen wie möglich, und sensibilisieren Eltern und Kinder zur Müllvermeidung. So schaffen wir ein Bewusstsein zum verantwortlichen Denken und Handeln.
  • Wir regen die Entwicklung des Verständnisses für eine gesunde und ausgewogene Ernährung an, dabei führen wir die Kinder zu einer bewussten Auswahl von Lebensmitteln hin.
  • Wahrnehmung von Natur als Bildungsauftrag: Umwelterziehung zur Achtung von Tieren und Pflanzen. Wir erleben jahreszeitliche Naturrhythmen „Vom Pflanzen und Wachsen“. Daher pflanzen wir unser eigenes Obst, Gemüse und Kräuter an.
  • Wir sensibilisieren die Kinder für die Artenvielfalt, die Bedeutung und den Lebensraum von heimischen Insekten und pflegen unsere Wildblumenbeete selbständig.
  • Alt ist nicht gleich schlecht: Nachhaltiges Bewusstsein zeigen wir durch robuste und naturnahe Spielmaterialien.

 

Natur- und Umwelterziehung

In unserem Außengelände erleben die Kinder elementare Naturvorgänge ( säen – wachsen – ernten, die Jahreszeiten, das Wetter, Insekten ..).
Sie können sich dort selbsttätig als kleine Forscher beweisen.
Wichtig ist uns ein pfleglicher Umgang mit der Natur (Schöpfung). Die Kinder helfen bei der Gartenpflege. Sie werden angehalten nichts sinnlos zu zerstören.
Die Kinder erfahren einfachste physikalische Prinzipien (Wasser, Dampf, Eis, Schnee…) und können mit alltäglichen Stoffen experimentieren (z. B. Zucker -Wasserlösung im Vergleich zur Salz – Wasser Lösung, was schwimmt, der Stromkreislauf…).
Die Erzieherinnen bereiten ausgewählte Aktionen und Versuche mit den Kindern vor, führen diese mit ihnen gemeinsam durch, beobachten und werten aus.
Wichtig ist uns der Umgang mit Ressourcen. Wir wirken der Konsumhaltung, die durch das Überangebot in allen Bereichen unterstützt wird, entgegen, indem wir die Menge des Spielmaterials reduzieren, die Kinder an Reparaturarbeiten beteiligen und die Erfahrung vermitteln, dass Materialien nicht unbegrenzt und sofort zu ersetzten sind.

 

„Wer sich nicht bewegt, bleibt sitzen”

Gesunde Ernährung, Bewegung und Körperbewusstsein bilden eine Einheit und können nicht getrennt voneinander betrachtet werden.
Alle drei Aspekte werden in den Alltag integriert, unterstützt und gefördert.
Ziel ist es, die Kinder zu gesunden, körper- und selbstbewussten Persönlichkeiten zu erziehen.
Ernährung: Wir achten auf ein gesundes Frühstück und sind im ständigen Gespräch mit dem Caterer bezüglich des Mittagessens. Die Kinder haben sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag Zugriff auf einen Obst- oder Gemüsesnack.
Wir verzichten weitgehend auf zuckerhaltige Speisen, und bieten nur energiearme Getränke (Wasser, stark verdünnte Fruchtschorlen, Früchtetee) an.
Bewegung: Neben angeleiteten Bewegungseinheiten im Turnraum liegt der Schwerpunkt in der freien Bewegung sowohl im Haus, als auch im Außenbereich. Das Außengelände bietet neben Spielgeräten ( Schaukel, Klettergerüst, Kletterstange, Fahrzeugen…) vor allem durch seine verschiedene Bodenbeschaffenheit (Sand, Stein, Holzschnitzel, Naturstein) als auch durch die Anlage in unterschiedliche Höhen die Möglichkeit und den Anreiz zum Klettern, sich zu Verstecken und zum Laufen.
Die Freude an der Bewegung steht im Mittelpunkt.
Körperbewusstsein: Die Kinder werden in ihrer Körperwahrnehmung ernst genommen. Sie werden zu Körperhygiene angehalten (Toilettengang, Händewaschen nach dem Toilettengang und vor den Mahlzeiten, Naseputzen).
Gemeinsam werden mögliche Gefahren beseitigt und im Rahmen der Unfallverhütung der richtige Umgang mit Alltagsgegenständen ( z. B. Messer) geübt.
Der Umgang mit Stress und negativen Emotionen wird geübt.
Wichtig sind erste Erfahrungen mit Entspannungstechniken (Ruhe erleben, Klang- und Traumgeschichten, Kleine Massagen (wer mag)) und die Ruhezeiten in der Mittagszeit.

 

„Die Chance liegt im Spiel”

Das Spiel ist das Instrumentarium des Lernens. Es ist die Tätigkeit des Kindes sich die Welt anzueignen, Realitäten zu verarbeiten und sich in seinem eigenen Tempo auszuprobieren.
Es lernt mit allen Sinnen.
Die Kinder beschäftigen sich selbständig oder unternehmen etwas mit anderen. Der Spielort und das Material werden selbständig ausgewählt.
Die Kinder erschließen sich eigene Spielräume (Nischen, Ecken, Turnraum, Garten), nach Absprache auch ohne ständige Aufsicht.
Ästhetisch schön gestaltete Räume und eine durchdachte Auswahl von Spiel- und Beschäftigungsmaterialien durch die Erzieherinnen unterstützen den Spiel- (Lern-) Prozess.

 

„Gelebter Glaube im Kindergarten”

Der Kindergarten ist Teil der Kirchengemeinde.
Wir vermitteln den Kindern den christlichen Glauben in einer ihnen angemessenen Weise.
Biblische Geschichten und christliche Rituale erwecken Vertrauen und werden sowohl in Alltagssituationen (beten vor dem Essen) integriert, als auch eigenständig behandelt (Bibelwoche zu einem Thema, Andachten in der Kirche).
Wir erleben die wichtigsten christlichen Feste im Kindergartenjahr.
Die Kinder erfahren die Wertschätzung der Schöpfung (Natur), deren Bewahrung und das Teilen miteinander.
Wir tolerieren andere Weltanschauungen und Religionen und nehmen im Alltag Rücksicht auf andere Kulturen (Gebetshaltungen, religiöse Speiseverbote…).

 

„Kisten, Kleister und Kostüme“

Jedes Kind hat die Möglichkeit sich ohne Leistungsdruck und Bewertung in verschiedenen gestalterischen Bereichen auszuprobieren (schneiden, kleben, reißen, kneten, malen…).
Rollenspiele werden durch äußere Gestaltung unterstützt ( Kostüme, Dekoration).
Schön gestaltet Räume, auch zu bestimmten Festen (Advent, Ostern, Erntedank), schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Wichtig ist dabei eine Klarheit der Räume. Es darf nicht überladen sein.
Zur gestalterischen Bildung gehören auch erste Begegnungen mit Theater oder Ausstellungen (Puppentheater, Kunstgalerie..).

 

„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt!“

Die Spracherziehung findet im Kindergartenalltag durchgehend statt.
Die Kinder machen spielerische und entdeckende Erfahrungen mit Sprache und Schrift.
Alle Tätigkeiten werden sprachlich begleitet.
Die Sprechfreude der Kinder wird angeregt durch Einzel- und Gruppengespräche, Geschichten, Nacherzählungen Bilderbuchbetrachtungen, Singen, Singspiele..
Die Kinder kernen Gesprächsregeln, jeder kann ausreden.
Die Erzieherinnen achten als Sprachvorbilder auf Aussprache, Wortschatz, Grammatik, Satzbau und Betonung.
Zur Spracherziehung gehören auch erste Begegnungen mit der Schrift. Die Kinder erkennen und schreiben ihren Namen, Symbole..
Wir respektieren die Mutter-, Familiensprache eines jeden Kindes.

 

„Musik in unseren Ohren“

Musik erleben wir im Kindergarten täglich. Wir singen, spielen Singspiele, führen Rhythmikstunden im Turnraum durch, tanzen oder begleiten Klanggeschichten mit orffschen Instrumenten, dem eigenen Körper oder Alltagsgegenständen.
Gern bewegen sich die Kinder zur Musik von CDs. oder hören Musik.

 

Matematische Erziehung

Zahlen, Formen und Raum – Lage – Beziehungen werden den Kindern im Alltag spielerisch vermittelt.
Zum Beispiel:
Mengen erkennen: Würfelspiele
Zählfähigkeit: Tisch decken, eine bestimmte Menge Material holen..
Raum – Lage: Formen und Muster erkennen, legen, puzzeln, bauen
Beim Turnen: oben, unten, rechts, links, innen, außen, hinter, vor, zwischen erfahren
Zeitliche Orientierung: Strukturierter Tagesablauf, Jahreszeiten, Wetteruhr,
Geburtstagskalender, kirchliche Feste

Schulvorbereitung

Die Vorbereitung auf die Schule beginnt mit dem ersten Tag im Kindergarten. Die Entwicklung der Kinder wird begleitet und unterstützt.
Im letzten Kindergartenjahr achten wir verstärkt auf ein gewisses Aufgabenbewusstsein, die Übernahme von Verantwortung für bestimmte Dinge (Patenschaft für Jüngere), Selbständigkeit und die Stärkung des Selbstbewusstseins.
Kinder mit Migrationshintergrund und Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache erhalten den Vorkurs „Deutsch“ durch eine Lehrkraft der Pestalozzischule.

 

„Viele Wege führen zum Ziel”

Wir arbeiten in den unterschiedlichsten Formen. Angebote für die Gesamtgruppe, Kleingruppenarbeit und Aktionen für einzelne Kinder haben einen gleichberechtigten Stellenwert. Beobachtung und Reflexion sind ein wichtiger Bestandteil des Gruppengeschehens. Kinder leben in der Gegenwart. Bei allen Planungen, Angeboten und Projekten steht das aktive Handeln im Vordergrund. Nicht ein vorzeigbares Ergebnis oder Produkt ist das Ziel, sondern der Prozess, der Weg dorthin.

 

„Große auf kleinen Stühlen”

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Bereits bei den Anmeldungen und den ersten Begegnungen, wie dem Informationselternabend oder den Schnuppernachmittagen informieren wir die Eltern über die Konzeption der Einrichtung. Der Austausch über das einzelne Kind wird allen Eltern angeboten. Wichtig ist uns, dass Elterngespräche in einer offenen Atmosphäre stattfinden. Informationen werden in Briefform, Aushängen, oder bei Elternabenden weitergegeben. Darüber hinaus bieten wir auch Themenabende für alle Gruppen gemeinsam an.

Die Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat erleben wir als vertrauensvoll und produktiv. Die inhaltliche Arbeit, Ideen, Kritik, Sorgen und positive Rückmeldungen werden besprochen und gemeinsame Aktionen (Feste, Gottesdienste..) geplant. An deren Durchführung versuchen wir alle Eltern zu beteiligen. Feste sind ein wichtiges Mittel der Öffentlichkeitsarbeit.